ginny Ginny Jugend Ginny THS Ginny Agi Ginny Obedience

Hallo, ich bin Ginny...

... und das dritte vierbeinige Familienmitglied, wobei ich die beiden anderen leider nicht mehr kennengelernt habe.
Mein Vorgänger Tetris war ein stolzer Großpudel, der ganz überraschend eingeschläfert werden musste. Der Schock war riesig und mein Frauchen hat beschlossen, dass Sie nie wieder einen Hund möchte. Nach 2 Wochen hat sie dann aber festgestellt, dass ein Leben ohne Hund ganz schön trostlos ist. Zuerst wollte mein Frauchen wieder einen Großpudel, weil Tetris sehr intelligent und eine besonders treue Seele war. Aber dann hatte sie Angst, dass sie den neuen kleinen Kerl dauernd mit Tetris vergleichen würde, und sie hat sich erinnert, dass ihr ein Airedale auch schon immer gut gefallen hat.
Und so bin ich ziemlich schnell in Stuttgart gelandet.

Aufgewachsen bin ich in Achern bei Frau Langenhahn...
... und da ging es mir richtig gut!
Mein richtiger Name ist übrigens Gin Fizz fra Diavolo, aber das kann sich ja kein Mensch geschweige denn Hund merken.
Geboren bin ich am 11.03.2000 zusammen mit 5 Geschwistern. Ich war übrigens die kleinste, habe aber als kleiner Gierhals immer meinen Platz an der Milchbar gefunden.
Damit wir später in unseren neuen Familien gut zurechtkommen, kam immer viel Besuch, große und kleine Menschen.
Mit 7 Wochen wurden wir dann auch schon ins Auto gepackt und gingen gemeinsam mit unserer Mutter und den beiden Tanten auf den Feldern spazieren. Deshalb habe ich auch heute keine Angst vor Traktoren oder anderen komischen Geräuschen.
In der Bildergalerie seht Ihr auch die Ringos, die mein Frauchen bei der Auswahl geholfen haben. Wie man auf den Bildern sieht, hätten sie auch gerne eins von meinen Geschwistern mitgenommen.

Mein neues Zuhause
Am 24.05.2000 wurde ich dann von Anita und meinem Frauchen abgeholt. Das war ganz schön aufregend. Knapp 2 Stunden über die Autobahn. Ich turnte immer nur rum – von den Füßen auf den Schoß, zum Fenster rausschauen, Anita beim Lenken beobachten, wieder zum Fenster die „fliegenden“ Bäume angucken,...
In Stuttgart angekommen, bin ich erst mal durch die ganze Wohnung gerast, und dann konnte ich endlich in Ruhe meinen Haufen loswerden! Natürlich nicht im Garten, aber mein Frauchen hat so getan, als ob sie es nicht gesehen hat, denn sie hat gar nicht geschimpft. Über den nächsten Haufen in der Wohnung hat sie sich allerdings nicht mehr gefreut!
Mein neuer Garten ist zwar klein, aber man kann wunderschöne Löcher in den Rasen buddeln, Pflanzen ausgraben und über Hindernisse springen (was für kleine Hunde gar nicht gut sein soll).
Die erste Nacht habe ich in einem kuscheligen Körbchen neben dem Bett von meinem Frauchen verbracht. Komisch war nur, dass mein Frauchen Zeitung vor das Körbchen gelegt hatte, und dann war da noch so eine „Schranke“ aufgebaut. Wozu, weiß ich bis heute nicht so genau. Ich sollte wohl nicht abhauen. Auf alle Fälle habe ich gut geschlafen.
Stubenrein war ich übrigens schnell. Die Zeitung am Boden war mir unsympathisch, so dass ich immer gewartet habe, bis mich mein Frauchen am nächsten Morgen in den Wald geführt hat. Ein paar Malheurs gab‘s natürlich schon, das Spielen macht soviel Spaß, und dann ist es plötzlich passiert. Das Frauchen fand‘s nicht so doll, aber ich bin ja schnell erwachsen geworden – zumindest in dieser Beziehung.
In der Welpenschule hatte ich viel Spaß und gelernt habe ich natürlich auch etwas.
Mein Frauchen wollte eigentlich nur mit mir zum Spielen auf den Hundeplatz, aber dann sind wir doch hängengeblieben. Was wir so alles machen, könnt Ihr sehen, wenn Ihr oben auf das entsprechende Bild klickt.
Von Anfang an war und bin ich ein richtiges Käsperle. Das sagen die auf dem Hundeplatz auch immer wieder. Vielleicht weil ich beim Saufen machmal in den Napf tauche und blubbere, oder weil ich meine Pfoten im Wassernapf bade, oder weil ich beim Sitz gleichzeitig das Pfötchen hebe, oder nur mit einem Schlenker in‘s Platz gehen kann, oder mich von hinten berammeln laß, solange ich einen fauligen Apfel zum Fressen habe (seit ich erwachsen bin, geht das natürlich nicht mehr)? Ich weiß es nicht, auf alle Fälle bin ich immer gut gelaunt.
Und lachen kann ich auch. Wenn mich mein Frauchen Mittags zum Spaziergang abholt, dann leg ich meine Ohren ganz flach nach hinten und ziehe die Oberlippe hoch, so dass meine oberen Zähne zu sehen sind und klappere mit dem Gebiss.
Eins will mein Frauchen noch anmerken, nämlich dass ich eine echte „Kampfsau“ bin. Jeder Misthaufen ist willkommen und je zähflüssiger die Pfütze, um so besser. Vielleicht bin ich doch nicht reinrassig? Auf den Ausflügen mit dem Hundeverein wird mein Frauchen immer ganz mitleidig angeschaut und gefragt, ob sie mich jeden Tag baden müsste.
So ein Ausflug ist übrigens eine Mordsgaudi, 30 Hunde und ich überall und nirgends. Mein Frauchen zitiert mich immer mal wieder her, damit ich nicht vergesse, mit wem ich eigentlich unterwegs bin.

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Turnierhundesport

Ginny THS

Damit fing unser sportliches Leben an, auch wenn es meinem Frauchen nicht so viel Spaß gemacht hat wie Agility. Ich hab es genauso gern gemacht wie durch den Agility-Parcour sausen.
Dass es mich fasziniert, merkt man schon daran, dass ich beim Warten auf den Start ununterbrochen belle. Auch wenn es die anderen Teilnehmer nicht glauben wollen, ich bin ansonsten überhaupt kein Kläffer! Aber beim Hundesport bin ich so begeistert, dass ich es garnicht abwarten kann, bis ich endlich dran bin. Aber das nervt mein Frauchen ziemlich, und sie versucht mich immer wieder ruhig zu halten. Einige Tricks, um mich am Kläffen zu hindern, hat sie schon ausprobiert. Aber ohne Erfolg. Inzwischen hat sie es aufgegeben.

THS 1 besteht aus 4 Disziplinen: Unterordnung – ähnlich der BH –, Slalom, Hürden- und Hindernislauf. Das Training auf unserem Hundeplatz findet 1x pro Woche statt, wobei wir die Unterordnung da nicht üben, denn dazu gibt’s genügend andere Gelegenheiten.
Da ich für Sport generell zu begeistern bin und obendrein ganz schön verfressen, kann man mir alles sehr schnell beibringen. Sprich Slalom und Hindernislauf war kein Problem, nur mein Frauchen ist etwas langsam und das kostet Zeit und Punkte.
Beim Hürdenlauf ist allerdings meine Begeisterung auch mein Handicap gewesen. Die drei Hürden müssen nämlich gemeinsam mit dem Frauchen (Fuß laufen bzw. rennen) im Sprint gemeistert werden. Und da konnte ich mich am Anfang einfach nicht zurückhalten. Da raste ich vor lauter Begeisterung vor und wartete im Ziel auf mein lahmes Frauchen. Das gab natürlich für jede Hürde Punktabzug.

Auf den ersten Turnieren, an denen wir teilgenommen haben, waren wir nicht so toll. Entweder war die Unterordnung besch.... , oder ich habe beim Hindernislauf zuerst eine Parcourprüfung unternommen (bin an allen Geräten vorbeigerast, dann schnell zurück und alle Hindernisse fehlerlos genommen), oder ... Ich habe mir eigentlich jedes mal was anderes einfallen lassen.
Aber mir hat's Spaß, und mein Frauchen hat bei meinen neuen Ideen auch immer was zu lachen gehabt.

Wir haben natürlich viel geübt und sind ein super Team geworden. 2004 + 2005 wurden wir bei uns im Verein Vereinsmeister. Und das klappte nur weil wir alles fehlerfrei laufen und die Unterordnung bestens klappt. Denn schneller ist mein Frauchen leider nicht geworden.
2006 haben wir den Wanderpokal "Vereinsmeister" weitergereicht. Der Nachwuchs schläft nicht, und ist viel schneller wie mein lahmes Frauchen. Wir wurden nur Vierte.
Macht nix, mir macht's Spaß und mein Frauchen ist mir zu Liebe 2007 weiter gestolpert. Seit 2008 machen wir nur noch Agi + Obedience, aber mit 8 Jahren muss man es ja auch nicht mehr übertreiben.

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Agility

Ginny Agility

Meine große Leidenschaft ist Agility, und auch meinem Frauchen macht es riesig Spaß. Der Parcour sieht jedes Mal anders aus und deshalb ist absolute Teamarbeit angesagt. Ich muss genau auf mein Frauchen achten, und mein Frauchen muss aufpassen, dass sie mich nicht in die Irre führt.

Agility ist eine Sportart, die ursprünglich aus England kommt und dem Reitsport nachempfunden ist. Im Mittelpunkt steht das möglichst fehlerfreie Bewältigen eines Parcours mit maximal 20 Hindernissen, wobei Genauigkeit vor Schnelligkeit geht.

Anfangs dachte mein Frauchen noch, dass wir ganz schnell supergut werden, denn ich bin begeistert, schnell, beobachte mein Frauchen ständig, und erfolgreich waren wir auch.
Vom Steg bin ich als Anfänger zwar runter gefallen, voll auf die Seite – mein Frauchen hat damals mal wieder einen ganz schönen Schreck gekriegt – aber ich bin ja hart im Nehmen. Zwar etwas verwirrt, aber gleich wieder drüber, hat ja bisher auch immer geklappt! Ich bin seither nie wieder runtergefallen, aber mein Frauchen hatte noch eine ganze Weile Angst um mich.
Über die Wippe bin ich auch schon voller Übermut gerast, und sie ist mir dann natürlich unter den Hintern geknallt. Macht nichts, dann bin ich in Zukunft halt nicht ganz so schnell. Die idealen Voraussetzungen also.

Beim ersten Anfänger-Turnier in Stuttgart-Mühlhausen wurde ich Erste! Und bei der ersten Vereinsmeisterschaft auch insgesamte Erste bei den Beginnern (Zweiter im A-Lauf und Platz 1 beim Jumping). Aber so einfach ist das halt doch nicht.

Erstens gibt es ein ganz schön schweres Gerät, den Slalom. Und wenn wir im Verein nicht einen sog. Gassenslalom zum Üben angeschafft hätten, könnte ich ihn wahrscheinlich immer noch nicht ohne Frauchens Zeigehilfen. Inzwischen beherrsche ich den Slalom perfekt – ich kann den Gassenslalom jedem Anfänger nur wärmstens empfehlen!
Zweitens ist wie so oft mein Frauchen auch mein Handicap. Wir haben zwar einige Seminare besucht, so dass sie inzwischen die Wechsel beherrscht. Aber sie ist immer noch so aufgeregt und bewegt sich dann meistens sehr hektisch. Und da ich immer auf mein Frauchen achte und jede Bewegung registriere, reiße ich dann gerne Stangen. Ob sie es noch lernen wird, bezweifle ich langsam.
Und Drittens bin ich nicht so schnell wie z.B. ein Border Collie. Wenn die es mal richtig drauf haben, dann ist es wirklich eine wahre Pracht, wie die durch den Parcour sausen.

„Agility is Fun“ und deshalb haben wir weiter gemacht und sind ab und zu auf einem Turnier gestartet. Mein Frauchen hat dazu keine große Lust, zumal die Bedingungen auch immer nerviger werden... wer kennt wen?... Zweitagesstarter bevorzugt... und wo bleibt da das gemütliche Wochenende mit einer ausgiebigen Wanderung?
Bei den Vereinsmeisterschaften waren wir trotz "namhafter" Konkurrenz ganz schön gut. 3x wurden wir Vereinsmeister – 2006, 2007 + 2009.

Im September 2009 war mein letztes offizielles Turnier. Mein Frauchen meint, dass ich mit 9,5 Jahren nur noch Mini oder Midi springen soll. Und so habe ich weiterhin meinen Spaß und das ist ja die Hauptsache.

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Obedience

Ginny Obedience

Seit Sommer 2004 steht auch Obedience auf meinem Schulkalender. Mein Frauchen hat 2003 schon mal einen Trainingstermin mit mir wahrgenommen, aber die damalige Trainerin hat ihren Job frauchenmäßig ungünstig ausgeübt: in dieser Stunde ging es nämlich nur um das perfekte Fußgehen inkl. rechte Winkel und rückwärts gehen. Da hat sie spontan beschlossen "so nen schwachsinnigen Hundedrill brauchen wir nicht".

Nach einem Jahr ist mein Frauchen dann "vernünftiger" geworden und im Laufe der Jahre sind wir auf diesem Gebiet auch nicht schlecht.

Meine Handycaps in dieser Sportart sind:
Mal wieder mein Frauchen (sie ist etwas faul und damit kommt man im Obedience nicht weit),
Knautschen (das Herumbeißen auf den Apporteln gibt jede Menge Abzug - aber ich mache es doch so gerne...) und
ich belle immer mal wieder gerne während einer Übung aus Übermut, und das ist natürlich auch verboten!?

Es gibt 4 Prüfungsklassen
Die Beginner-Prüfung ist eigentlich nicht so schwer, wenn man die BH-Prüfung drauf hat. Aber ein paar neue Aufgaben mussten wir schon üben: Steh, Zurücksenden zur Leine und Apportieren.
Am 16.10.2004 haben wir dann die Beginner-Prüfung mit Bravour bestanden (282 Punkte).
Da wir bereits für die nächste Stufe geübt hatten, haben wir kurz entschlossen am nächsten Tag bei Obedience 1 mitgemacht. Das hätten wir uns aber auch sparen können. Ich war unkonzentriert und habe dauernd gebellt. Statt zur Leine in die Box zu rennen, habe ich einen Abstecher zur Seite gemacht. Da wurden nämlich am Vortag bei der Siegerehrung Schweineohren verteilt....

Am 17.04.2005 in Karlsruhe hat es dann zu einem "vorzüglich" mit 264,5 Punkten geklappt. Da hat sich mein Frauchen aber gefreut!

Im Sommer haben wir dann für Obedience 2 geübt - mehr schlecht als recht, mein Frauchen braucht einfach Zeitdruck und der nächste Prüfungstermin war erst am 22.10.2005. Also hatte sie oft ne Ausrede.

Glücklicherweise haben wir bei uns im Verein ein Seminar mit Rolf C. Franck veranstaltet. Danach war mein Frauchen voll motiviert, zumindest ein paar Tage.

Und dann war am 22.10.2005 unsere erste Obe 2 Prüfung.
Sitz und Platz in der Gruppe waren super (10 + 9,5 Punkte) – da geht das Frauchen schon mal beruhigt an den Start der Einzelübungen, grins.
Freifolge war ich "gigantisch", der Richter hatte sich schon 9 Punkte notiert, aber leider musste ich mich zwischendurch nach einem Hütchen umschauen, dass ich in dieser Farbe noch nie vorher gesehen habe. Also gab's nur 8,5 Punkte.
Sitz und Platz aus der Bewegung war perfekt, aber ich muss halt immer meinen Kommentar abgeben, und das gibt halt Abzug.
Kommen mit Platz: Ich renn mal richtig los, aber bis ich liege,... Mein Frauchen war ganz überrascht, dass ich für diese Übung überhaupt Punkte bekommen habe.
Voraussenden in die Box mit Platz: War super, 9 Punkte.
Apport über die Hürde war mit 8 Punkten auch nicht schlecht. Abzug gab's für Bellen oder Knautschen, kann mich nicht mehr so genau erinnern.
Metallapport: 8,5 Punkte (auch nicht schlecht, wenn man bedenkt wie ich diese eklige Ding am Anfang gehasst habe).

Ab jetzt ging es bergab.
Die Geruchsunterscheidung war ja eh nicht sicher, aber... ich habe das richtige gebracht! Dummerweise habe ich aus Übermut erst ein falsches aufgenommen, und damit gibt es schon mal 0 Punkte. Irgendwie ne doofe Regelung. Aber so ist es nun mal.
Die letzte Übung hat beim Üben immer geklappt, aber bei der Prüfung war bei mir die Luft raus,... Beim ersten Sitz-Komando habe ich mal meinen Hintern zurechtgeruckelt. Das 2. Komando habe ich befolgt. Für "Steh" war ich auch schwerhörig und bin außerdem noch einige Schritte vorgelaufen... 0 Punkte
Wir haben mit Gut bestanden (197,5 Punkte), aber weiter kommt man damit natürlich nicht.

Mein Frauchen hat sich überreden lassen, es am nächsten Tag noch mal zu versuchen. War nicht wirklich ne gute Idee. War bei jeder Einzelübung gelangweilt oder hab immer mal bellen müssen. Aber insgesamt waren wir sogar besser (222,5 Punkte)! Aber nur deshalb, weil ich diesmal sofort das richtige Hölzchen gebracht habe – natürlich mit Knautschen.

Am 06.05.2006 haben wir nach einem fürchterlich langen Winter (bei Schmuddelwetter ist mein Frauchen nicht zum Üben aufgelegt) mal wieder einen Versuch in Reutlingen gestartet.
War ja insgesamt nicht so übel, aber Fußlaufen war ne volle Katastrophe. Ich bin gelangweilt hinterhergetrottelt. (Seither übt mein Frauchen viel mit Spielzeug. Funktioniert auch beim Training. Mal schauen, ob ich ich mich dadurch in Bernhausen überlisten lasse).
Gebellt habe ich nicht ein Mal, aber beim Platz aus der Bewegung gebrummt, grins. Der Richter hat es nicht abgezogen, da in der Prüfungsordnung nur Fiepen + Bellen verboten ist, von Brummen steht nix drin, hihi. Soll mich doch mein Frauchen auf Brummen konditionieren.
Und sonst? Ach ja, Herankommen mit Platz. Nach dem Kommando "Platz" bin ich quasi in Zeitlupe bis ca. 2 m vor mein Frauchen gehoppelt und lag dann perfekt. Aber leider viiiieeel zu spät, 0 Punkte. Knautschen und Hürde streifen und... Leider wieder nur ein Gut mit 209,5 Punkten.

27.05.2006 Prüfung in Bernhausen: Hab mein Frauchen mal wieder überraschen können, hihi.
Bei der Sitzübung musste ich mich mal kratzen und saß anschließend gemütlich auf der Hinterbacke - gab natürlich Abzug.
Die Platzübung habe ich etwas abgekürzt, bin nämlich gleich nach dem letzten Kommando "bleib" hinter ihr her gestiefelt. Irgendwann hat auch sie es gemerkt, aber bis sie sich umgedreht hatte, lag ich schon wieder in einer perfekten Position.... 0 Punkte.
Fußlaufen war ich erst mal super gut drauf (das Üben mit Spielzeug hat wohl doch geholfen), aber dann kreuzte irgendwas komisches meinen Weg. Ich machte einen Satz und beim erneuten Vorbeilaufen musste ich natürlich noch mal die Stelle kontrollieren. Meine Konzentration war für diese Übung futsch.
Sitz + Platz aus der Bewegung: Perfekt, aber leider musste ich bei jedem Kommando 1x Bellen - 2 Punkte Abzug!
Kommen mit Platz: Oh je, flitz ja immer schnell los, aber bis ich liege dauert es halt etwas. Fand den Richter richtig großzügig, hab noch 6,5 Punkte bekommen.
Und die Box habe ich diesmal voll versemmelt. Erst habe ich nicht glauben wollen, dass kein Leckerli drin liegt - das 1. Platzkommando von Frauchen habe ich mal überhört. Beim 2. "Brüller" bin ich aufgewacht, aber anstatt mich hinzulegen, bin ich erst mal freudig meinem Frauchen entgegen gehoppelt. Und da lag ich dann außerhalb der Box und der 2. Nuller war kassiert.
Beim Apport über die Hürde war ich diesmal fast super. Einen Beller musste ich natürlich los werden, aber ansonsten klappte alles wunderbar.
Beim Metallapport habe ich mich übertroffen (musste ja mein Frauchen etwas aufheitern). Obwohl ich dieses Ding immer noch nicht besonders mag, bin ich hingeflitzt, aufgenommen, zurückgeflitzt. Nur das Vorsitzen war etwas schief - 9,5 Punkte.
Bei der Geruchsunterscheidung bin ich inzwischen auch sicher. Alles lief bestens, aber: Ich kann das Knautschen einfach nicht lassen! Außerdem gebe ich das Hölzchen nicht so gerne her. Der Richter meinte nur "das Diskutieren müsste mein Frauchen mir noch abgewöhnen"
Die letzte Übung Distanzkontrolle haben wir im Winter neu aufgebaut und war für unsere Verhältnisse spitze - 9 Punkte.
Insgesamt haben wir aber wieder nur mit Gut und 211 Punkten bestanden.
Aber einen guten Eindruck habe ich trotzdem beim österreichischen Richter hinterlassen! Er hat sich meinen Zwingernamen notiert, weil es anscheinend in Österreich keine gescheiten Airedales gibt. Das kann ich zwar nicht beurteilen, aber ich bin natürlich klasse! Grins!

Und wie geht es weiter? Damit uns nicht langweilig wird, werden wir ab jetzt auf Obedience 3 üben.
Die nächste Prüfung steht erst im Oktober auf unserem Hundeplatz an, und mein Frauchen hofft, dass ich mich dann zusammenreiße.
Schauen wir mal...

Wer bis hierher durchgehalten hat, konnte feststellen, dass Obedience
- nicht einfach ist
- bei Prüfungen immer wieder der Satz fällt "das hat er noch nie gemacht" (übrigens nicht nur bei Airedale-Besitzern, grins)
- nicht nur der Hund Sinn für Humor haben sollte.
- und wie bei allem im Leben, das Mensch-Hund-Team sollte sich reelle Ziele setzen!

Dann macht auch Obedience Spaß!

Meine Prüfungsrente habe ich inzwischen auch hier erreicht. In der Klasse 3 haben wir leider nur ein paar Mal ein Gut erreicht, aber mein Frauchen war leider zu ungeduldig und hat mich nicht richtig aufgebaut. Spätestens in der Klasse 3 ist Knautschen und Bellen einfach "tödlich".

Obedience ist schon humorlos, oder? Mir meine überschwenglichen Beller zu verbieten...
Bald darf man womöglich nicht mehr mit dem Schwanz wedeln...

Aber trainieren tun wir weiterhin und dann darf ich schief sitzen, bellen, knautschen ...

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